Geschichte

1829 nahm die Glasfabrik ihren Betrieb auf. Zu Zeiten der Hochkonjunktur der Glasmacherei hatte Jizerka bis zu 450 Einwohner. Es gab hier eine Schule, einen Laden, ein Gasthaus und ein Sägewerk, Bäckerei und Schmiede sowie weitere Gewerbe. 1911 wurde der Betrieb der Glasfabrik eingestellt. Die Glashütten in den Tälern, die Steinkohle als Energiequelle nutzten, waren leistungsfähiger, als die Glashütten im Gebirge, die mit Holz beheizt wurden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam der Gebirgstourismus auf. In einigen Häusern entstanden Wanderherbergen, hier und da auch Gaststätten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die meisten Häuser in Jizerka verstaatlicht und dem Staatsforst zur Verwaltung übergeben. Mit dem Aufkommen der Motorsägen und anderer Forsttechnik wanderten die Waldarbeiter nach und nach ab. Die größeren Berghütten verwandelten sich in Urlauberobjekte, kleinere in private Wochenendhäuser. In den 80er Jahren kam es in den umliegenden Wäldern zur ökologischen Katastrophe. Die vom sauren Regen - ein Werk der Kraftwerke in den Tälern - geschwächte Fichtenmonokultur wurde massiv vom Borkenkäfer befallen. Der größte Teil der umliegenden Wälder musste abgeholzt werden. In den 90er Jahren entwickelten sich die Urlauberobjekte zu privaten Pensionen und Restaurants. Auch die Wälder ringsum gediehen wieder. In der ersten Phase wurden vor allem wieder Fichten aufgeforstet, in der letzten Zeit frischte man die Bestände mit Laubbäumen auf. Jizerka gewinnt so seinen Zauber zurück und ist inzwischen zum idealen Ort für einen behaglichen und dennoch aktiven Urlaub in freier Natur geworden.

PANSKÝ DUM (HERRENHAUS)

Das Haus wurde 1829 zusammen mit der Glashütte von Jizerka von Franz Riedel, dem Glasmacherkönig des Isergebirges erbaut.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Haus zu Urlaubsaufenthalten genutzt und diente später auch als Forstverwaltungsgebäude. Heute steht es als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Sein Äußeres konnte viel von seiner einstigen Würde bewahren.

Historické foto

Das Innere des Herrenhauses bot noch zu Beginn des Jahres 2002 einen schlimmen Anblick. Der einstige Zauber des Hauses musste hier gründlich rekonstruiert, besser gesagt, fast aus dem Nichts wiedererschaffen werden, da in den siebziger Jahren eine Rekonstruktion zwar begonnen, aber weder fachgerecht noch vollständig ausgeführt wurde. Die unvollendete Rekonstruktion trug aber zumindest zum Schutz und Erhalt der grundlegenden Stützelemente des Hauses bei. Das Haus verwaiste für lange Zeit und die von den einstigen und neuen Besitzern renovierten Teile verfielen langsam wieder.

Nach einer aufwendigen und auch bis ins Detail liebevollen Rekonstruktion durch die heutigen Besitzer steht das Herrenhaus (Panský dům) seit 2003 den Freunden des Isergebirges wieder zur Verfügung.

BERGBAUDE PYRAMIDA


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Warum zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Jizerka das Steindenkmal "Pyramide" erbaut wurde, weiß niemand so genau. Mag sein, dass es zu Ehren des Besuchs des Grafen Clam-Gallas im Jahre 1815 geschah. Vielleicht auch zu Ehren der ersten Schmelze in der Riedel-Glashütte im Jizerka im Jahre 1829. Kurz nach Gründung der Glashütte wurde neben dieser Steinpyramide eine Glasschleiferei errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet die Familie Kunze im Gebäude der Schleiferei den "Gasthof zur Pyramide". Der Gastbetrieb floriert und so wurde 1927 auch gleich noch ein großer gezimmerter Saal angebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der nun Pyramida genannte Gasthof von der weithin bekannten Frau Kakrdová, einer geborenen Kunze, weiter betrieben. Damals war die Pyramida die einzige Gastwirtschaft in Jizerka. In den 1960er Jahren wurde die Pyramida von Frau Kakrdová verkauft. Seither wechselten die Besitzer und Betreiber der Pyramida häufig. Einige errichteten zwar (recht unpassende) Anbauten, insgesamt ging es aber mit der Instandhaltung immer mehr bergab. Dessen ungeachtet blieb die Pyramida für lange Zeit der gesellschaftliche Mittelpunkt von Jizerka. Noch heute ist sie vielen Besuchern von Jizerka ein Begriff. Im Frühjahr 2005 wurde eine Gesamtrekonstruktion des Objekts in Angriff genommen, die 2006 abgeschlossen wurde. Die Pyramida bietet nun ein besseres Dienstleistungsniveau, ohne ihr traditionelles Ambiente einzubüßen. Auch die erneuerte Bühne trägt ihren Teil zur Widerbelebung der Pyramida als gesellschaftliches Zentrum bei.

SKLÁRNA (GLASHÜTTE)

Die Glashütte ist ein denkmalgeschütztes Fabrikgebäude, das im Jahre 1866 von der Familie Riedel, den Glasmacherkönigen des Isergebirges, als zweite, modernere Glashütte in Jizerka errichtet worden war. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Glashütte Glas geschmolzen und zu Glaserzeugnissen verarbeitet. Als Brennstoff für die Glasschmelzöfen diente Holz aus den umliegenden Wäldern.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Umstieg auf Kohle als Energiequelle. Das bewog die Glashütten, von der Hochebene in die Täler umzusiedeln. Die neue Glashütte in Jizerka stellte daraufhin im Jahre 1911 ihren Betrieb ein.

Sklárna 1Sklárna 2Sklarna_stara_rozvaliny

Bis zum 2. Weltkrieg diente die neue Glashütte als Ferienheim. Nach Kriegsende wurde sie dann vorwiegend als Lager, Garage und zu ähnlichen Zwecken verwendet. Auch ihre Instandhaltung wurde arg vernachlässigt. Nach 1990 wurde das Objekt restauriert und dadurch vor dem Abriss bewahrt. Heute dient das Objekt Sklárna als Restaurant und Pension. Im einmaligen und riesigen Raum der Fertigungshalle ist eine Sporthalle entstanden.

An die Glasmachertradition von Jizerka knüpft das ebenso traditionelle Annenglashüttenfest von Jizerka an. 

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Pansky dum und Pyramida

Komfortable Unterkunft in der rauen und schönen Natur der Hochebene des Isergebirges. Restaurant und Salons für bis zu 100 Personen, Ausstattung für die Veranstaltung von Schulungen und Workshops. Stilvoll eingerichtete Zimmer in rekonstruierten, historischen Objekten. Gebirgspfade für Radfahrer, gepflegte Skiloipen und Wanderwege. Wälder, Wiesen, Felsen, Torfmoore, Gebirgsbäche.